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Design Thinking Ideen in Userstories. Wie geht das?

Design Thinking Ideen in Userstories. Wie geht das?

Seit inzwischen einem Jahr arbeiten wir in allen Kundenprojekten nach dem Verständnis von Design Thinking. Nicht immer lässt sich der Prozess exakt nach Plan umsetzen, denn häufig wollen Kunden nur einen Teil aus dem Innovationsprozess.

Was ist ein Usability Review? Allein hier könnte man ordentlich diskutieren, ob ein Usability Review eine Analyse ist oder bereits viele Ideen drin stecken – in unserem Fall ist das Review auch gleich ein Ideenwerk… auch wenn’s nicht im interdisziplinären Team entstanden ist, sondern von zwei Experten.

Heute stehen wir vor einer weiteren Herausforderung: Wie kommen Ideen aus dem Design Thinking Prozess in einen agilen Entwicklungsprozess zur Shop Optimierung? Wir sind in folgenden Schritten vorgegangen:

I VERSTEHEN

    In der Phase „Verstehen“ haben wir zusammen mit unserem Kunden Personas erstellt. Jeder im Team soll begreifen wozu es die unterschiedlichen Funktionen im Shop gibt, denn es handelte sich um einen B2B Shop. Es ist uns dank der Vorarbeit durch den Kunden sehr schnell gelungen die Zielgruppen zu definieren und typische Vertreter daraus abzuleiten.

    II BEOBACHTEN

    Im Usability Review haben wir zunächst Unstimmigkeiten aufgedeckt, die aus unserer 15jährigen Erfahrung offensichtlich sind. Die heuristische Evaluation ist hier immer noch die perfekte Methode, um effizient einen Shop zu prüfen.  

    III NEUE SICHTWEISE

    Inzwischen erstellen wir aus allen identifizierten Problemen „Touchpoint Scorecards“. Die Scorecards zeigen Unstimmigkeiten aus dem Review und werden durch Customer Insights ergänzt. Diese erhalten wir aus der Methode Fokusgruppe oder den Inhalten aus Personas. Letztendlich wollen wir abgleichen was User wollen und was sie derzeit bekommen.

    Die Scorecard ist eine Art „Laufzettel“, den wir immer weiter ergänzen und in die nächste Phase „mitnehmen“.

    IV IDEEN FINDEN

    Häufig gibt es bei der Shop Optimierung nicht die geniale Idee, sondern die naheliegende Optimierung. Typische Usability Fehler werden durch Quickwins korrigiert, komplexe Fehler gehen in die Ideenfindung. Im aktuellen Projekt gab es leider zu viele technische Prämissen, so dass der Innovationssturm nicht gewollt und benötigt wurde. Die Quickwins werden daher auf der Scorecard ergänzt und bewertet. Wir bewerten die technische Machbarkeit, die Wirtschaftlichkeit (zahlt die Optimierung auf KPIs ein) und die Wünschbarkeit (will ein User das überhaupt).

    V PROTOTYP

    Der Laufzettel „Scorecard“ mit den Problemen aus der Usability Analyse, den Erkenntnissen zu den Usern und den Ideen geht in die Phase „Prototyping“. Hier müssen wir je Scorecard stark unterscheiden. Manche Optimierungen lassen sich einfach beschreiben oder durch Benchmarks an anderen Shops zeigen, manche Optimierungen skizzieren wir mit Stift und Papier und zu komplexeren Themen werden echte Wireframes erstellt.

    Wir sehen uns aber nicht als die Macher des komplexen UX Konzepts, denn hier könnten wir die umsetzende Agentur zu stark einschränken. Das Liefern der Customer Insights, Erkenntnisse, Idee und Prototypen sehen wir als unsere Aufgabe.

    VI User Stories

    Dank der Scorecards sind wir recht schnell beim Schreiben der User Stories. Eine Idee ist dabei grundsätzlich eine Story – unabhängig, verhandelbar, werthaltig, schätzbar, überschaubar und testbar. Komplexe User Stories haben als Akzeptanzkriterium mehr oder weniger detailliert ausgearbeitete Prototypen.

    Die User Stories sind Input des Product Owners - zwei Methoden lassen sich daher optimal verbinden. 

     

     

    Ergänzungen und Ideen?